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Alamo war wohl das, was man ein richtiges Traumpferd nennen konnte. Der fleckenlose Schimmel hatte einen zauberhaften Kopf und eine feine Statur.

Sein wohlhabender Besitzer hatte ihn von einem renommierten Züchter gekauft und wollte seinen Lebensabend mit langen schönen Ausritten bereichern.

Leider erfüllte das Pferd die an ihn gestellte Aufgabe nicht. Alamo war nervös, hektisch und ständig auf der Flucht. Ausritte auf ihm wurden immer gefährlicher und nachdem das Pferd beim Aufsteigen mit samt Reiter stürzte, wollte sein Besitzer ihn loswerden.

Als ich Alamo kennenlernte, hieß es er sei nicht normal. Mein Eindruck war allerdings ein anderer. Ich sah ein junges Pferd mit starkem Unterhals, einem schwachen, schlecht bemuskelten Rücken und viel Angst vor der nächsten Belastung. Durch Abtasten der Rückenmuskulatur bestätigte sich mein erster Eindruck. Alamo drückte bei der leichtesten Berührung den Rücken weg und senkte ihn bei punktueller Belastung stark ab. Seine Hinterhand stand heraus und sein Kopf war stets fluchtbereit erhoben.

Auch hier fing die Arbeit am Boden an. In vielen kleinen Arbeitseinheiten an der Longe lernte Alamo seinen Rücken loszulassen und bei jedem Schritt locker durchzuschwingen. Bei der Arbeit an der Hand lernte er Last aufzunehmen, sowie Ruhe und Geduld.

Nach etwa 6 Wochen Longenarbeit hatte sich Alamos Rücken völlig verändert. Seine Hinterhand war kräftig geworden und seine Oberhalsmuskulatur ließ ihn seinen anmutigen Kopf imposant tragen.

Der Tag des ersten Reitens brachte die nächste Überraschung – Alamo war weder hektisch noch temperamentvoll, sondern eigentlich war er von Natur aus eher ein Faulpelz. Das was sein Besitzer für Temperament gehalten hatte, war ein Davonlaufen vor dem Schmerz gewesen.

Auch sein Habitus vom Boden aus änderte sich deutlich. Geduldig und ruhig stand er beim Putzen und ließ sich fortan von seinem Besitzer entspannt führen.

Neben der Ausbildung des Pferdes, lernte auch sein Besitzer das Reiten „noch einmal neu“, wie er sagte. Nachdem Alamo gelernt hatte seinen Reiter mit Losgelassenheit zu tragen, lernte nun auch der Reiter das Pferd mit Dressurlektionen immer wieder zu Losgelassenheit und Schwung zu verführen.

So wurde Alamo über die Akademische Dressurarbeit zu dem ruhigen und ausgeglichenen Freizeitpartner, den sein Besitzer sich immer gewünscht hatte.[/vc_column_text][vc_empty_space height="64px"]