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Als ich Lovis das erste Mal kennenlernte, war sie gerade sieben Jahre alt.

Ihre damalige Besitzerin wollte die Stute aufgrund von chronischer Lahmheit als Zuchtstute abgeben.

Die im Vollbluttyp stehende, sehr feine Stute war bisher englisch Dressur geritten worden.

Allerdings lahmte sie immer öfter nach nur wenigen Trainingseinheiten. Sie zog Tierarzt und Osteopath zu rate, wechselte Sattel und Beschlag – nichts brachte eine andauernde Verbesserung.

Als ein Röntgenbild dann einen Gleichbeinbruch zeigte, erklärte der Tierarzt das Pferd für nur noch bedingt reitbar.

Schüler baten mich dann, mir das Pferd einmal anzuschauen.

Kurze Zeit später zog Lovis bei uns ein.

Da es Frühjahr war, gönnte ich ihr erstmal eine lange Pause auf der Koppel und begann dann, sie über kleine Arbeitseinheiten erst einmal kennenzulernen.

Im Sommer begann ich mit ersten Einheiten an der Longe und am Boden und war überrascht, wie wenig Freude Lovis bei der Arbeit zeigte. Traurig für so ein junges Pferd.

Als nächstes zog ich meine Osteopathin Saskia Hinze zu Rate. Seit einigen Jahren arbeiten wir zusammen, besprechen uns und suchen nach Lösungen bei anatomischen Problemen.

In Lovis Fall löste sie einige Blockaden im Bereich der Sattellage und des ISG und korrigierte einen Beckenschiefstand. Das Lovis stark webte, war mir bis dato gar nicht aufgefallen, da unsere Pferde nicht in Boxen gehalten werden.

Fortan lief die Arbeit mit Lovis deutlich leichter. Die Stute war nun in der Lage ihre Hinterhand zu belasten und ihr Brustbein anzuheben.

Nachdem ich einen passenden Sattel für sie gefunden hatte, begann ich mit kurzen Reiteinheiten. Lovis Konzentrationsfähigkeit und Enthusiasmus waren schnell aufgebraucht und sie hatte wenig Vertrauen in ihre Fähigkeiten

Während das Schulterherein und Kruppeherein im Schritt wenig Probleme bereitete, schien das Antraben schier unmöglich. Immer wieder lief sie so vehement gegen den linken Zügel oder blieb einfach stehen. Es brauchte viel Zeit und Geduld, bis wir den ersten flüssigen Zirkel traben konnten.

Durch kontinuierliches Training und die osteopathische Begleitung verändert sich Lovis Stück für Stück. Langsam findet sie zurück in die Arbeit und beginnt das Training nicht mehr mit Schmerzen zu verbinden.

Die immer wieder neu gesetzten kleinen Ziele führen in der Summe zu großen Veränderungen. Das Bemerkenswerteste für mich ist dass Lovis in den beiden Jahren die sie bei uns ist, noch nie gelahmt hat.

Gerne können sie auf Facebook den Werdegang von Lovis verfolgen.